KI in der Gemeindeverwaltung

Antworten für Ihre Bürger.
Auch nach dem Parteienverkehr.

KI in der Gemeindeverwaltung heißt: Ein digitaler Assistent beantwortet Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu Formularen, Gebühren, Fristen und Zuständigkeiten – rund um die Uhr, in mehreren Sprachen und ausschließlich auf Grundlage der Unterlagen Ihrer Gemeinde. Jede Antwort nennt ihre Quelle. Bescheide und Entscheidungen bleiben beim Amt.

Stand: 15. September 2026

Zeitpunkt

Wann stellen Bürgerinnen
und Bürger ihre Fragen?

Die Bürozeit von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, deckt 40 der 168 Wochenstunden ab, also knapp ein Viertel. Googles Nutzungsstudie ATLAS zeigt, dass knapp die Hälfte der KI-Gespräche zu Behörden-, Rechts-, Finanz- und Gesundheitsthemen abends, frühmorgens oder am Wochenende stattfindet.

Ist der Parteienverkehr Ihrer Gemeinde kürzer als 9 bis 17 Uhr, fällt ein noch größerer Teil dieser Fragen in die Zeit, in der im Amt niemand abhebt.

Quelle: Iscenko, Strand u. a., „Google’s AI & Economy ATLAS v1.0: Mapping Gemini Usage in the Economy“, arXiv:2608.00038, veröffentlicht am 22.07.2026. Stichprobe: 14,65 Mio. Interaktionen mit Gemini-App, KI-Modus der Google-Suche und Gemini-API, 6. bis 19. April 2026.
Anliegen

Welche Behördenanliegen landen
heute bei KI-Assistenten?

In derselben Studie kommen Behördenwege und Bürgerpflichten in den USA fast zwanzigmal so häufig in KI-Gesprächen vor, wie es der Zeit entspricht, die Menschen dafür aufwenden. Am häufigsten geht es um Genehmigungen und Berechtigungen, um Steuern, Gebühren und Strafen sowie um Bürgerpflichten wie Wahlen oder Gemeinderatssitzungen. In den Gesprächszusammenfassungen tauchen vor allem Begriffe wie Voraussetzungen, Nachweise, Antrag und Verfahren auf.

Für Gemeinden heißt das: Die Fragen werden bereits gestellt, oft einem allgemeinen Chatbot. Der kennt Ihre Gebührenordnung, Ihre Abholtermine und Ihre Zuständigkeiten nicht. Ein Assistent auf der Gemeinde-Website beantwortet dieselben Fragen aus Ihren eigenen Unterlagen.

≈ 20×
so häufig in KI-Gesprächen wie im Zeitbudget: Behördenwege und Bürgerpflichten (USA)
18,5 %
der Gespräche zu Behördenthemen laufen nicht in der Hauptsprache des Landes
< 10 %
der Gespräche bei anspruchsvoller Wissensarbeit zielen auf vollständige Automatisierung
Quelle: ATLAS v1.0, Abschnitte 3.6, 4.2 und 5.3 sowie Anhang (Abb. 36 und 37). Der Faktor von knapp 20 vergleicht US-Gesprächsanteile mit der amerikanischen Zeitverwendungserhebung (ATUS).
Mehrsprachigkeit

Warum braucht der Bürgerservice
mehrere Sprachen?

Nur rund ein Drittel aller erfassten KI-Gespräche weltweit läuft auf Englisch. Bei Behördenthemen werden 18,5 % der Gespräche nicht in der Hauptsprache des jeweiligen Landes geführt. Das ist der dritthöchste Wert aller untersuchten Lebensbereiche, nach Ehrenamt und Religion.

Wer in einer Zweitsprache fragt, braucht mehr Anläufe: Englische Gespräche in nicht englischsprachigen Ländern haben laut Studie 9 bis 12 % mehr Gesprächsrunden. Ein Gemeinde-Assistent antwortet in der Sprache der Frage und stützt sich dabei auf die deutschsprachigen Originalunterlagen der Gemeinde.

Quelle: ATLAS v1.0, Abschnitt 5.3 (Abb. 27 und 29).
Abgrenzung

Was übernimmt ein KI-Assistent –
und was bleibt beim Amt?

Die Google-Daten zeigen: Bei anspruchsvoller Wissensarbeit zielen weniger als 10 % der KI-Gespräche darauf, eine Aufgabe vollständig abzugeben. Der Großteil ist Recherche, Entwurf und Prüfung. Ein Gemeinde-Assistent ist deshalb als Auskunftsstelle gebaut, nicht als Sachbearbeiter.

Der Assistent übernimmt
  • Auskünfte zu Öffnungszeiten, Zuständigkeiten und benötigten Unterlagen
  • das passende Formular finden und erklären, wie es auszufüllen ist
  • Fristen und Gebühren laut Verordnung nennen, jeweils mit Quelle
  • an die zuständige Stelle verweisen, wenn die Unterlagen keine Antwort enthalten
Beim Amt bleiben
  • Bescheide, Genehmigungen und Ermessensentscheidungen
  • Auskünfte zum Stand persönlicher Verfahren
  • Beratung in Härtefällen und bei besonderen Lebenslagen
  • die Freigabe, welche Unterlagen der Assistent verwenden darf
Einführung

Wie führt eine Gemeinde einen
Bürgerservice-Assistenten ein?

  1. Unterlagen sammeln

    Website, Verordnungen, Formulare und die Fragen, die im Amt am häufigsten gestellt werden.

  2. Mit echten Fragen testen

    Der Assistent wird eingerichtet und gemeinsam mit der Amtsleitung an Anfragen aus dem Parteienverkehr geprüft.

  3. Rahmen festlegen

    KI-Kennzeichnung, Datenschutzerklärung und die Verantwortung für die laufende Pflege.

  4. Starten und pflegen

    Freischaltung auf der Gemeinde-Website. Neue Verordnungen und Termine ergänzen die Gemeindebediensteten selbst.

ABD für Gemeinden

Wie unterstützt ABD AI
Gemeinden?

ABD AI mit Sitz in Hornstein im Burgenland baut Wissensbots für den Bürgerservice für den Bürgerservice und Assistenten für die Arbeit im Amt, etwa zur Bescheidkontrolle.

Die technische Grundlage ist ABD GENIE: Die Antworten sind quellengebunden, jede Aussage ist mit einem Dokumentverweis belegt und über einen Audit Trail nachvollziehbar. Die Systeme sind EU AI Act konform konzipiert. Für Gemeindebedienstete bieten wir Schulungen mit Schulungsnachweis an.

~600

Filialen mit rund 3.000 Mitarbeitenden: Dort hat das Gründerteam einen GenAI-Assistenten in den Produktivbetrieb gebracht.

Einstieg

Wie starten Sie?

Für Gemeinden

Erstgespräch zum Bürgerservice

Wir sehen uns an, welche Fragen Ihr Amt am häufigsten beantwortet, und zeigen, wie ein Assistent mit Ihren Unterlagen darauf antwortet. Dabei klären wir auch, ob vorhandene Digitalisierungsmittel Ihrer Gemeinde genutzt werden können.

Erstgespräch vereinbaren
Für Gemeindeverbände und Länder

Pilot mit mehreren Gemeinden

Eine gemeinsame Grundlage für mehrere Gemeinden, mit abgestimmter Pflege der Unterlagen und einem Pilot, der sich auswerten lässt.

Pilot besprechen
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu KI
im Gemeindeamt

Muss ein Bürgerservice-Assistent als KI gekennzeichnet sein?

Ja. Nach Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 müssen Menschen darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Diese Pflicht gilt seit 2. August 2026. Der Hinweis wird sichtbar in den Assistenten eingebaut.

Woher bekommt der Assistent seine Antworten?

Ausschließlich aus den Unterlagen, die die Gemeinde freigibt: Website, Verordnungen, Formulare und Merkblätter. Jede Antwort verweist auf das Dokument, aus dem sie stammt. Enthalten die Unterlagen keine Antwort, sagt der Assistent das und nennt die zuständige Stelle.

Ersetzt der Assistent Bedienstete im Gemeindeamt?

Nein. Er übernimmt wiederkehrende Auskünfte und verschafft dem Amt Zeit für Anliegen, die persönliche Betreuung brauchen. Bescheide, Genehmigungen und Beratung bleiben bei den Bediensteten.

Welche Daten von Bürgerinnen und Bürgern werden verarbeitet?

Für allgemeine Auskünfte braucht der Assistent keine personenbezogenen Daten. Ob und wie lange Gespräche gespeichert werden, legt die Gemeinde fest. Ein Betrieb ohne Speicherung der Gesprächsinhalte ist möglich.

Was kostet ein Bürgerservice-Assistent für eine Gemeinde?

Die Jahresgebühr richtet sich nach der Einwohnerzahl, dazu kommt eine einmalige Einrichtung. Ein konkretes Angebot folgt nach dem Erstgespräch, wenn feststeht, welche Unterlagen und Sprachen gebraucht werden.

Was hat die zitierte Google-Studie untersucht?

Die Studie ATLAS v1.0 wertet 14,65 Millionen de-identifizierte Interaktionen mit der Gemini-App, dem KI-Modus der Google-Suche und der Gemini-API aus dem Zeitraum 6. bis 19. April 2026 aus. Sie misst, wofür KI genutzt wird, nicht ob die Antworten richtig waren. Mehrere Vergleichswerte beziehen sich auf die USA; eigene Auswertungen für Österreich enthält die Studie nicht.

Vor der Einführung

Sechs Fragen, die eine Gemeinde vorher klären sollte

Die Technik ist selten das Problem. Was ein Vorhaben in der Gemeindeverwaltung aufhält, sind Fragen, die niemand vorab gestellt hat — und die dann im Gemeinderat auftauchen, wenn das System schon läuft.

Wer haftet für eine falsche Auskunft?

Ein Assistent, der Öffnungszeiten oder Gebühren nennt, erteilt keine rechtsverbindliche Auskunft — das muss er auch nicht. Entscheidend ist, dass er es sagt: Jede Antwort verweist auf das Dokument, aus dem sie stammt, und bei fehlendem Beleg verweist er ans Amt statt zu raten. Damit bleibt die Auskunft dort, wo sie hingehört.

Was ist mit der Amtsverschwiegenheit?

Der Bürgerassistent arbeitet ausschließlich auf Unterlagen, die ohnehin veröffentlicht sind: Amtsblatt, Formulare, Gebührenordnung, Öffnungszeiten. Akten, Personendaten und laufende Verfahren gehören nicht in diese Wissensbasis. Wo ein Assistent im Amt unterstützen soll, gelten andere Regeln und ein anderes Rollenmodell.

Wo liegen die Daten?

Die Verarbeitung erfolgt in europäischen Rechenzentren. Welche Daten wie lange aufbewahrt und ob sie für Modelltraining genutzt werden, hängt von den eingesetzten Diensten ab und wird für die jeweilige Gemeinde schriftlich festgehalten — samt Auftragsverarbeitungsvertrag.

Fällt das unter den EU AI Act?

Ein Auskunftsassistent für Bürger ist in aller Regel kein Hochrisiko-System. Die Transparenzpflicht nach Artikel 50 greift aber: Die Bürgerin muss erkennen, dass sie mit einer Maschine spricht. Und die Pflicht zur KI-Kompetenz des Personals nach Artikel 4 gilt seit Februar 2025 für jede Gemeinde, die KI einsetzt — unabhängig davon, welche.

Ist das barrierefrei?

Ein Textdialog ist für viele Menschen zugänglicher als ein PDF-Formular oder eine Telefonnummer mit Wartezeit. Die Oberfläche folgt den Anforderungen an Kontrast, Tastaturbedienung und Vorlesbarkeit. Für Menschen mit anderer Erstsprache ist der Unterschied besonders groß: gefragt wird in der eigenen Sprache, geantwortet ebenso.

Was kostet das, und wie vergibt man es?

Für eine Gemeinde mittlerer Größe liegt der Aufwand im Bereich einer Direktvergabe — die Schwellenwerte des Bundesvergabegesetzes sind in der Regel nicht berührt. Verlässlich wird die Zahl erst nach der Bestandsaufnahme: Welche Unterlagen existieren, in welchem Zustand, und wie viele Fragen sollen abgedeckt werden.

Diese sechs Fragen beantworten wir im Erstgespräch für Ihre Gemeinde konkret — nicht allgemein. Den vergaberechtlichen Teil bitte mit Ihrer eigenen Rechtsabteilung oder dem Gemeindeverband abstimmen; wir liefern die Angaben, nicht die Beurteilung.

Referenz

Zwei Gemeinden sind online.

In Hornstein und in Matzendorf läuft der Bürgerassistent seit September 2026. Er beantwortet Fragen aus den Unterlagen der jeweiligen Gemeinde — Öffnungszeiten, Zuständigkeiten, benötigte Dokumente, Gebühren — und nennt zu jeder Antwort die Quelle, auf der sie beruht.

Jede Gemeinde hat ihren eigenen Assistenten mit ihren eigenen Unterlagen. Es gibt keinen gemeinsamen Datentopf: Was in Hornstein hinterlegt ist, taucht in Matzendorf nicht auf.

Findet er keine belegte Antwort, sagt er das und verweist ans Amt. Das ist der Unterschied zu einem allgemeinen Sprachmodell, das im Zweifel etwas Plausibles erfindet.

ihre-gemeinde.ai-bd.at LIVE Wann kann ich einen Meldezettel abholen, und was muss ich mitbringen? Bürgerin · 21:40 Das Bürgerservice ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Donnerstag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr. Mitzubringen sind ein Lichtbildausweis und das ausgefüllte Formular. QUELLE Amtsblatt der Gemeinde · Parteienverkehr, Seite 2 Ohne belegte Quelle antwortet der Assistent nicht, sondern verweist ans Amt. Beispieldialog, nachgestellt · Öffnungszeiten illustrativ
Beispieldialog, nachgestellt. Die Öffnungszeiten dienen der Erklärung und sind keine Auskunft der Gemeinde.
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Welche Fragen beantwortet
Ihr Amt jede Woche aufs Neue?

Schicken Sie uns drei davon. Im Erstgespräch zeigen wir, wie ein Assistent sie aus Ihren Unterlagen beantwortet, mit Quelle.

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