Die meisten Rechner dieser Art sind so gebaut, dass am Ende immer eine gute Zahl steht.
Dieser nicht. Alle Vorgabewerte stammen aus unabhängigen Studien, sind bewusst konservativ
gewählt und mit Fundstelle belegt. Wenn sich ein Fall nicht rechnet, steht das hier auch so.
Sechs Angaben, ein Ergebnis
Die Berechnung läuft ausschließlich in Ihrem Browser. Es wird nichts übertragen, nichts gespeichert, nichts ausgewertet.
Legt den Vorgabewert für die Zeitersparnis fest — jeweils die konservativste belastbare Zahl.
Wie viele Personen führen diese Tätigkeit regelmäßig aus?
Nur die Zeit für diese eine Tätigkeit, nicht die gesamte Arbeitszeit.
Destatis 2026: 45,00 € in Deutschland (2025). Eurostat: 44,50 € in Österreich (2024). Vollkosten, nicht Bruttolohn.
Anteil der Bearbeiter, die das System nach der Einführung regelmäßig nutzen. Mangelnde Nutzung ist der meistgenannte Grund für ausbleibenden Nutzen.
Beratung, Integration, Datenaufbereitung, Schulung. Praxisbandbreite für einen abgegrenzten Anwendungsfall: 5.000 bis 30.000 €.
Lizenzen, Modellkosten, Betrieb. Orientierung: Microsoft 365 Copilot 30 USD je Nutzer und Monat (Listenpreis 2026), zuzüglich Basislizenz.
Zurückhaltend–
Monate bis zur Amortisation
–
Erwartet–
Monate bis zur Amortisation
–
Günstig–
Monate bis zur Amortisation
–
Break-even — ab dieser Auslastung trägt es sich–
Freigesetzte Arbeitszeit je Jahr–
Die drei Spalten unterscheiden sich nur in einer Annahme: der tatsächlich erreichten
Zeitersparnis. „Zurückhaltend" rechnet mit sechzig Prozent des Vorgabewerts, „günstig"
mit vierzig Prozent darüber. Diese Spreizung bildet ab, was die zugrundeliegenden
Studien selbst zeigen — der Effekt schwankt je nach Erfahrungsstand der Bearbeiter
erheblich.
Herkunft der Zahlen
Jeder Vorgabewert hat eine Fundstelle
Die meisten frei zugänglichen Rechner arbeiten mit Werten, deren Herkunft nirgends steht.
Hier ist sie. Wo eine Zahl auf schwacher Grundlage steht, ist auch das vermerkt.
Anwendungsfall
Vorgabewert
Quelle und Methodik
Belastbarkeit
Kundenanfragen und Support
14 %
Brynjolfsson, Li, Raymond: Generative AI at Work. Quarterly Journal of Economics 140(2), 2025. Feldstudie mit Daten von über 5.000 Servicekräften, gestaffelte Einführung.
belastbar
Berichte und Dokumentation
20 %
Noy, Zhang: Science 381, 2023. Randomisiertes Experiment mit 453 Fachkräften; dort 40 % Zeitersparnis im Laborversuch. Hier auf die Hälfte gekappt, weil Faktenprüfung im Alltag Zeit kostet.
gekappt
Interne Wissensrecherche
10 %
McKinsey Global Institute 2012: rund 20 % der Arbeitswoche entfallen auf die Suche nach internen Informationen, Reduktionspotenzial bis 35 %. Zahl ist alt und modelliert, nicht gemessen.
mit Vorbehalt
Dokumenten- und Vertragsprüfung
15 %
Kontrollierte Arbeiten liegen nur mit Studierenden vor (Choi u. a. 2024; Nielsen u. a. 2024, dort 30 % Zeitersparnis). Anbieterstudien mit 80 bis 99 % sind nicht verwertbar.
mit Vorbehalt
Angebots- und Ausschreibungsbearbeitung
15 %
Keine eigenständige Studie. Abgeleitet als Mischung aus Schreibaufgaben und Recherche, bewusst am unteren Rand angesetzt.
Annahme
Softwareentwicklung
25 %
Peng u. a. 2023: 55 % schnellere Bearbeitung einer eng umrissenen Laboraufgabe, 95-%-Intervall 21 bis 89 %. Feldstudien fanden bei erfahrenen Entwicklern teils keinen Effekt.
gekappt
Vollkostensatz
45,00 € / 44,50 €
Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung April 2026: 45,00 € je Arbeitsstunde in Deutschland 2025. Für Österreich 44,50 € (2024) nach Eurostat-Auswertung.
amtlich
Tatsächliche Nutzung
60 %
Keine belastbare Einzelquelle. Der Wert bildet ab, dass fehlende Einbettung in den Arbeitsablauf in mehreren Erhebungen als häufigster Grund für ausbleibenden Nutzen genannt wird.
Annahme
Ausgangslage
Warum ein zurückhaltender Ansatz der ehrlichere ist
Drei Zahlen kursieren in fast jeder Präsentation zum Thema. Alle drei stammen aus soliden
Quellen — und alle drei werden regelmäßig falsch wiedergegeben.
Anbieter-gesponserte Erhebungen melden häufig eine Amortisation im ersten Jahr. Unabhängigere Quellen kommen zu deutlich zurückhaltenderen Ergebnissen. Dieser Rechner folgt den zurückhaltenderen.
Grenzen
Was diese Rechnung nicht leisten kann
Sie kennt Ihre Ausgangslage nicht
Die Rechnung setzt voraus, dass Sie wissen, wie lange die Tätigkeit heute dauert. Genau diese Messung fehlt in den meisten Vorhaben — und ohne sie lässt sich hinterher kein Effekt belegen.
Erst die Basismessung macht den Fall belastbar.
Sie unterstellt gleichmäßige Wirkung
Die Feldstudie im Kundenservice fand 34 Prozent Gewinn bei den unerfahrensten und nahezu keinen bei den erfahrenen Bearbeitern. Ein Durchschnittswert verdeckt diese Spreizung.
Quarterly Journal of Economics 140(2), 2025
Sie bewertet keine Qualität
Zeitersparnis ist nicht dasselbe wie Nutzen. Wo eine fachliche Endkontrolle nötig bleibt — bei Verträgen, Gutachten, Auskünften — verschiebt sich Aufwand, statt zu verschwinden.
Gilt besonders bei Dokumentenprüfung.
Sie enthält keine Nachweiskosten
Je nach Einordnung nach der KI-Verordnung kommen Dokumentation, Aufsicht und Protokollierung hinzu. Bei Hochrisiko-Systemen liegen die Schätzungen im fünfstelligen Bereich.
Einordnung vor der Rechnung klären.
Sie rechnet nominal
Keine Abzinsung, keine Kapitalkosten, keine Steuerwirkung. Für die Vorauswahl reicht das; für eine Investitionsentscheidung ab sechsstelligem Volumen nicht.
Modellrechnung, keine Investitionsrechnung.
Sie ersetzt keine Beratung
Das Ergebnis ist eine erste Orientierung auf Basis der genannten Studien. Es ist keine Zusicherung eines wirtschaftlichen Erfolgs und keine steuerliche oder rechtliche Auskunft.
Unverbindliche Modellrechnung.
Nächster Schritt
Von der Schätzung zur Basismessung
Wenn Ihr Fall sich hier rechnet, ist das ein Anfang — kein Ergebnis. Belastbar wird er erst,
wenn die heutige Bearbeitungszeit gemessen ist. Im ersten Gespräch legen wir fest, was zu
messen ist und woran der Erfolg später erkennbar sein soll. Das kostet Sie eine Stunde.